Häufig gestellte Fragen - Kaminfeuer
Wissen & Hilfe

Häufig gestellte
Fragen (FAQ)

Hier finden Sie schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Planung, Installation und Pflege Ihres Kamins.

Fall 1: Kontrollierte Wohnraumlüftung und Küchenabluft nach außen

  • Variante Nr. 1: Ein Abgasthermostat, der im Abgasrohr eingesetzt wird. Bei einer gemessenen Abgastemperatur von 60 – 80°C schaltet dieser die Küchenabluft und den Abluftventilator der kontrollierten Wohnraumlüftung ab.
    Nachteil: Lange Nachwärmphase moderner Feuerstätten, wodurch Lüftungssysteme oft erst Stunden nach Erlöschen des Feuers wieder anlaufen.
  • Variante Nr. 2: Einsatz einer Funk-Abluftsteuerung für die Küchenabluftanlage und einer DIBt geprüften „raumluftunabhängigen" Feuerstätte.
    Nachteil: Begrenzte Auswahl an DIBt geprüften Einsätzen und Komforteinbußen bei der Funk-Steuerung.
  • Variante Nr. 3: Einsatz eines Unterdruckwächters. Dieser misst beim Betrieb des Kamins den Wohnraum- und Atmosphärendruck und schaltet bei zu hohem Unterdruck die Küchenabluft und Lüftungsanlagen ab.

Fall 2: Kontrollierte Wohnraumlüftung und Küchen-Umluftanlage

  • Variante 1: Einsatz einer DIBt geprüften „raumluftunabhängigen" Feuerstätte.
  • Variante 2: Einsatz eines Unterdruckwächters, der den Differenzdruck misst und notfalls die Lüftungsanlage abschaltet.

Ein Offener Kamin ist die ursprünglichste Art einer Feuerstätte ohne Verglasung, wodurch man direkten Kontakt zum Feuer hat. Die Wärmeabgabe erfolgt ausschließlich über Strahlung.

Wichtig: Der Wirkungsgrad ist sehr gering. Ca. 80% der Energie (inklusive der durch die Zentralheizung aufgewärmten Raumluft) entweichen durch den Schornstein. In vielen Städten ist der Einbau von Offenen Kaminen mittlerweile verboten oder stark reglementiert.

Ein Heizkamin ist die effiziente Weiterentwicklung des Offenen Kamins. Er verbindet hohe Heizleistung (Wirkungsgrade über 80%) mit der Sicht auf das Feuer durch eine Keramikverglasung.

Der Einsatz (Brennzelle) besteht aus Stahl/Guss mit Schamotte- oder Vermiculite-Auskleidung. Die Wärmeabgabe erfolgt über direkte Strahlung und über Warmluft (Konvektion), die durch Gitter in den Raum geleitet wird. Heizkamine können zudem mit Speicherelementen aufgerüstet werden.

Beim Kachelofen stehen Heizleistung und Energieausnutzung (Wirkungsgrad > 85%) im Vordergrund. Die Feuersicht ist oft zweitrangig. Es gibt drei Hauptarten:

  • Warmluftkachelofen: Gusseiserner Einsatz mit metallischen Nachheizflächen. Schnelle Wärmeabgabe (70-80% Konvektion), aber geringe Speicherung. Ideal als reaktionsschnelle Heizung.
  • Kombikachelofen: Warmluftofen mit keramischen Nachheizflächen (Schamotte). Speichert Wärme je nach Bauart 10 bis 20 Stunden.
  • Grundofen: Individuell gemauerter Ofen aus massiver Schamotte. Gibt ca. 80% Strahlungswärme ab und speichert Hitze bis zu 24 Stunden. Dient meist als Einraumheizung.

Oft als „Schwedenofen" bezeichnet, ist der Kaminofen eine industriell gefertigte Feuerstätte. Er kombiniert die Tradition des Ofens mit modernem Design und großer Sichtscheibe.

Vorteil: Kaminöfen lassen sich leicht aufstellen und bei einem Umzug mitnehmen. Sie sind in Stahl, Guss, Speckstein oder Keramik erhältlich und oft mit Wärmespeichermodulen kombinierbar.

Holz ist ein regenerativer Brennstoff und CO₂-neutral. Ein Baum nimmt während seines Wachstums exakt die Menge an CO₂ auf, die er später bei der Verbrennung (oder beim natürlichen Verrotten) wieder abgibt. Damit belastet Heizen mit Holz das Klima nicht zusätzlich, im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas oder Kohle.

Ja, abhängig vom Baujahr. Feuerstätten vor 1995 mussten bis Ende 2020 saniert werden. Für Anlagen zwischen 1995 und 2010 gelten Grenzwerte (Staub: 150 mg/Nm³, CO: 4000 mg/Nm³). Werden diese nicht eingehalten, musste bis 31.12.2024 nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Ausnahmen von der Nachweispflicht:

  • Nicht gewerblich genutzte Herde/Backöfen < 15 kW
  • Offene Kamine (nur gelegentliche Nutzung erlaubt)
  • Grundöfen
  • Badeöfen
  • Historische Öfen (vor 1950 errichtet)
  • Einzelraumfeuerungen, die die alleinige Heizquelle einer Wohneinheit sind.

  • Bauart A: Feuerungstür kann offen oder geschlossen betrieben werden. Eine Mehrfachbelegung des Schornsteins ist nicht erlaubt.
  • Bauart A1: Das Gerät verfügt über eine selbstschließende Tür (z.B. per Federkraft). Hier dürfen bis zu 3 Geräte an einen Schornsteinzug angeschlossen werden. Die meisten modernen Kaminöfen sind Bauart A1.

Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) regelt Grenzwerte für Emissionen.

  • Stufe 1 (seit 2010): Grenzwerte Feinstaub 75 mg/Nm³, CO 2000 mg/Nm³. Anlagen, die diese erfüllen, haben Bestandsschutz.
  • Stufe 2 (seit 31.12.2014): Strengere Grenzwerte für neue Anlagen: Feinstaub 40 mg/Nm³ und CO 1250 mg/Nm³. Alle von uns heute verkauften Öfen erfüllen diese Normen problemlos.

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